
Die Zukunft ist älter als 50 - und wohlhabend. An Geld UND Zeit. Doch nicht nur die Altersstruktur der Bevölkerung verändert sich dramatisch. Auch in den Köpfen der Menschen selbst hat ein deutlicher Wandel eingesetzt.

Ältere Verbraucher in die Marketingüberlegungen einzubeziehen, wird immer mehr zu einer unternehmensstrategischen Entscheidung. Dennoch: Nicht jeder wird in diesem interessanten Markt Erfolg haben. Denn die „Best Ager“ gehören nicht zu den Kunden, die ihr Geld einfach abliefern. In Erfahrung, Selbstbewusstsein, Urteilsvermögen usw. sind die meisten Älteren jüngeren Menschen überlegen. Ihre Ansprüche sind damit höher und differenzierter als dies bei jüngeren Kunden der Fall ist.

Die Generation 50plus wird spürbar selbstbewusster und gleichzeitig gelassener. Die Menschen dieser Altersgruppe orientieren sich heute sehr viel stärker an ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen als an denen ihrer Angehörigen. Sie empfinden ihr eigenes Alter ehrlicher als früher und sehen ihre Zukunft überwiegend gelassen.
Die Generation 50plus definiert sich über ihren Lebensstil. Sie fühlt sich nicht alt. Entsprechend ablehnend reagiert die Zielgruppe auf eine direkte Ansprache: In einer Umfrage von Datamonitor gaben über 98 Prozent der Befragten an, sich nicht als „Senior“ bezeichnen lassen zu wollen. Zu junge Werbung erreicht die Zielgruppe ebenso wenig wie eine allzu beschauliche Inszenierung des Lebensabends. Ältere Konsumenten sind und sehen sich als erfrischend normal, unkompliziert und begeisterungsfähig. Dementsprechend wollen sie auch normal angesprochen werden - „eigentlich“ ganz einfach …

Eine alternative Strategie ist das Ageless Marketing. Dahinter steht der Gedanke, den relevanten Kundennutzen eines Produktes oder einer Dienstleistung in den Vordergrund zu stellen. Die Produktentwicklung orientiert sich an den spezifischen Bedürfnissen der älteren Kundensegmente und nutzt etwa im Hinblick auf Klarheit und Einfachheit auch allen anderen Kundengruppen. Dies führt zu einer Umkehrung des Werbemythos „Zeige die Jugend und du erreichst gleichzeitig das Alter“ zugunsten des Ansatzes „Orientiere dich an den hohen Produktanforderungen deiner älteren Kunden und du erreichst damit gleichzeitig die Jungen.“ Denn: Was den Alten Spaß macht, kann für die Jungen nicht so schlecht sein.
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